Individuelle Schmerztherapie für postoperative und chronische Schmerzen – modern, wirksam und auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt. In der Main-Tauber-Klinik Wertheim entwickeln Schmerztherapeuten maßgeschneiderte Konzepte für mehr Lebensqualität.


Erfahrungen & Bewertungen zu CGCE Group


Erfahrungen & Bewertungen zu Main-Tauber Klinik Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie

Deshalb vertrauen Patienten unserem Schmerzmanagement:

Schmerzen beeinträchtigen die Lebensqualität massiv – ob nach Operationen, bei akuten Verletzungen oder chronischen Schmerzsyndromen. Im Schmerzmanagement der Main-Tauber-Klinik Wertheim behandeln wir Schmerzen ganzheitlich. Von der effektiven postoperativen Schmerztherapie über innovative Verfahren bei chronischen Schmerzen bis zur einfühlsamen palliativen Begleitung – wir entwickeln individuelle Therapiepläne, die wirken.

Was ist Schmerzmanagement? Mehr als nur Tabletten

Schmerzmanagement ist die systematische Erfassung, Bewertung und Behandlung von Schmerzen. Schmerz ist nicht gleich Schmerz – akuter Schmerz (z.B. nach OP) hat eine Warnfunktion, chronischer Schmerz (>3 Monate) ist zur eigenständigen Erkrankung geworden. Modernes Schmerzmanagement kombiniert medikamentöse Therapie mit nicht-medikamentösen Verfahren (Physiotherapie, Psychotherapie, Entspannungsverfahren). Unser Ziel: Schmerzfreiheit oder zumindest Schmerzlinderung auf ein erträgliches Maß, damit Sie wieder am Leben teilhaben können.

Warum professionelles Schmerzmanagement so wichtig ist

Schmerzen sind nicht schicksalhaft – niemand muss leiden! Unbehandelte Schmerzen verzögern die Heilung, erhöhen das Komplikationsrisiko und können chronisch werden (Schmerzgedächtnis). Die Expertise unserer Schmerztherapeuten garantiert Ihnen individuelle Therapie nach aktuellen Leitlinien, Kombination verschiedener Verfahren und kontinuierliche Anpassung der Behandlung. Wir nehmen Ihre Schmerzen ernst und kämpfen gemeinsam mit Ihnen für mehr Lebensqualität.

Unser Schmerztherapie-Spektrum

Postoperative Schmerztherapie

Effektive Schmerzlinderung nach Operationen – für schnellere Genesung und weniger Komplikationen.

  • Präventive Analgesie: Schmerztherapie beginnt bereits vor der OP
  • Multimodale Schmerztherapie: Kombination verschiedener Schmerzmittel
  • Patientenkontrollierte Analgesie (PCA): Sie steuern selbst die Schmerzmedikamentengabe
  • Regionalanästhesie-Verfahren: Katheter für kontinuierliche Schmerzausschaltung

Akutschmerztherapie

Schnelle Hilfe bei plötzlich auftretenden starken Schmerzen – Unfälle, Koliken, akute Erkrankungen.

  • Notfall-Analgesie: Sofortige Schmerzlinderung bei Traumata
  • Kolikschmerzbehandlung: Nieren-, Gallen-, Darmkoliken
  • Tumorschmerztherapie: Bei akuten Schmerzkrisen
  • Nervenblockaden: Gezielte Schmerzausschaltung bei spezifischen Schmerzursachen

Chronische Schmerzsyndrome

Langfristige Therapiekonzepte für chronische Schmerzen – multimodal, interdisziplinär und individuell.

  • Rückenschmerzen: Bandscheibenvorfall, Spinalkanalstenose, Facettensyndrom
  • Neuropathische Schmerzen: Nervenschmerzen, Polyneuropathie, Phantomschmerz
  • Kopfschmerzen & Migräne: Prophylaxe und Akutbehandlung
  • Fibromyalgie: Ganzkörperschmerzen mit multimodalem Ansatz

Palliative Schmerztherapie

Einfühlsame Begleitung bei schweren Erkrankungen – Schmerzfreiheit und Würde bis zuletzt.

  • Tumorschmerztherapie: WHO-Stufenschema, Opioide in ausreichender Dosierung
  • Symptomkontrolle: Übelkeit, Atemnot, Angst zusätzlich behandeln
  • Angehörigenberatung: Schulung im Umgang mit Schmerzpumpen, Medikamenten
  • Interdisziplinäre Betreuung: Zusammenarbeit mit Palliativdiensten, Hospizen

Ihre Vorteile im Schmerzmanagement Wertheim

  • Spezialisierte Schmerztherapeuten mit Zusatzweiterbildung
  • Individuelle Therapiekonzepte nach WHO-Stufenschema
  • Multimodales Schmerzmanagement für chronische Schmerzen
  • Modernste Verfahren (PCA, Regionalanästhesie-Katheter)
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit allen Fachbereichen

Sie leiden unter Schmerzen und suchen professionelle Hilfe? Dann sollten Sie jetzt Infos anfordern und einen Beratungstermin vereinbaren!

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Kurzüberblick

THERAPIEANSATZ

multimodal & individuell

WHO-STUFENSCHEMA

nach internationalen Leitlinien

MEDIKAMENTE

von Ibuprofen bis Morphin

PCA-PUMPE

selbstgesteuerte Schmerztherapie

NERVENBLOCKADEN

gezielte Schmerzausschaltung

CHRONISCHE SCHMERZEN

langfristige Begleitung

PALLIATIVMEDIZIN

würdevolle Begleitung

BERATUNG

ausführliche Aufklärung

ZUSAMMENARBEIT

interdisziplinäres Team

„Schmerzen müssen nicht ertragen werden. Mit modernen Therapieverfahren können wir den meisten Patienten effektiv helfen – für mehr Lebensqualität.“

Rachel Dorsch
Chefärztin Anästhesiologie & Schmerztherapie

Rachel Dorsch
Chefärztin Anästhesiologie & Schmerztherapie

Unser ganzes Schmerztherapie-Team. Spezialisiert auf Schmerzlinderung. Hier kennenlernen!

„Ich hatte jahrelang chronische Rückenschmerzen. Dank der multimodalen Therapie kann ich endlich wieder arbeiten und am Leben teilnehmen!“

Klaus M., 54 Jahre,
Patient der Main-Tauber-Klinik

Warum zu uns in die Main-Tauber Klinik?

Immer in Ihrer Nähe. Immer erreichbar, wenn Sie uns brauchen. Ihr persönlicher Ansprechpartner begleitet Sie von der Erstberatung bis zur abschließenden Kontrolluntersuchung. Wie eine beste Freundin - nur eben mit allem ausgestattet, was Sie für eine sichere und erfolgreiche Behandlung brauchen. Dabei dürfen Sie auch Jahre nach der Behandlung noch auf unseren Rat vertrauen.

Für uns ist das wichtigste, dass Sie sich wohlfühlen. Entsprechend sorgsam gehen wir mit Ihrem Anliegen um. Erst wenn wir Ihre Vorstellungen kennen und Sie richtig verstanden haben, können wir beginnen Ihren Behandlungswunsch umzusetzen. Mit all unserer Kompetenz aus jahrzehntelanger Spezialisierung. Und mit der größtmöglichen Sensibilität, die Sie erwarten dürfen.

Bei uns gibt es keine halben Sachen. Wir konzentrieren uns voll auf die ästhetische Chirurgie und verwenden jeden Tag unsere ganze Energie, damit unsere Patienten strahlen dürfen. Wir sind ein seit vielen Jahren eingespieltes Team: Damit jeder Handgriff sitzt und jede Entscheidung zu den bestmöglichen Resultaten führt.

Wir verspüren täglich viel Freude bei dem, was wir tun. Menschen zu einem neuen, vielleicht besseren "Ich" verhelfen zu dürfen, verschafft tiefe Befriedigung. Davon wollen wir zurückgeben und Sie glücklich machen: mit einem strahlenden Lächeln vor, während und nach Ihrer Behandlung in der Main-Tauber Klinik Wertheim.

Weitere starke Gründe

Alles Wichtige zur Schmerztherapie

Was ist Schmerz? Akut vs. chronisch

Schmerz ist ein komplexes Sinnes- und Gefühlserlebnis, das unangenehm ist und vor Schädigung warnt. Aber: Schmerz ist nicht gleich Schmerz!

Akuter Schmerz:

  • Dauer: Kurz (Stunden bis Tage, max. 3 Monate)
  • Funktion: Warnsignal – zeigt Gewebeschädigung an
  • Ursache: Klar erkennbar (OP, Verletzung, Entzündung)
  • Verlauf: Bessert sich mit Heilung
  • Beispiele: Postoperativer Schmerz, Knochenbruch, akute Entzündung

Chronischer Schmerz:

  • Dauer: Länger als 3 Monate (oft Jahre)
  • Funktion: Keine Warnfunktion mehr – eigenständige Erkrankung
  • Ursache: Oft unklar oder nicht mehr vorhanden
  • Verlauf: Bleibt bestehen, trotz Heilung der ursprünglichen Ursache
  • Beispiele: Chronische Rückenschmerzen, Fibromyalgie, neuropathische Schmerzen, Phantomschmerz
  • Problem: „Schmerzgedächtnis“ – Nervensystem wird überempfindlich

WHO-Stufenschema der Schmerztherapie

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ein 3-Stufen-Schema für die medikamentöse Schmerztherapie entwickelt. Ursprünglich für Tumorschmerzen, wird es heute für alle Schmerzarten angewendet.

Stufe 1 – Leichte Schmerzen (Schmerzstärke 1-3/10):

  • Nicht-Opioide: Paracetamol, Ibuprofen, Diclofenac, Metamizol
  • Wirkung: Entzündungshemmend, schmerzlindernd, fiebersenkend
  • Beispiel: Kopfschmerzen, leichte postoperative Schmerzen

Stufe 2 – Mittelstarke Schmerzen (Schmerzstärke 4-6/10):

  • Schwache Opioide: Tramadol, Tilidin
  • Kombination: Oft zusammen mit Nicht-Opioiden (synergistischer Effekt)
  • Beispiel: Mittelstarke postoperative Schmerzen, Arthrose-Schmerzen

Stufe 3 – Starke bis stärkste Schmerzen (Schmerzstärke 7-10/10):

  • Starke Opioide: Morphin, Hydromorphon, Oxycodon, Fentanyl
  • Kombination: Zusammen mit Nicht-Opioiden
  • Beispiel: Schwere postoperative Schmerzen, Tumorschmerzen, Polytrauma

Zusätzlich auf allen Stufen: Koanalgetika (z.B. bei neuropathischen Schmerzen: Gabapentin, Pregabalin; bei Muskelschmerzen: Muskelrelaxantien)

Prinzip: „By the ladder“ – Stufenweise nach oben, wenn niedrigere Stufe nicht ausreicht.

Opioide – Wirksam, aber mit Vorsicht

Opioide sind starke Schmerzmittel, die an Opioidrezeptoren im Gehirn und Rückenmark wirken. Sie sind sehr effektiv, haben aber auch Nebenwirkungen und Suchtpotenzial.

Wirkung:

  • Starke Schmerzlinderung bei mittleren bis schweren Schmerzen
  • Wirken zentral im Nervensystem
  • Dämpfen Schmerzwahrnehmung und emotionale Schmerzkomponente

Häufige Opioide:

  • Schwach: Tramadol, Tilidin (WHO Stufe 2)
  • Stark: Morphin, Oxycodon, Hydromorphon, Fentanyl (WHO Stufe 3)

Nebenwirkungen:

  • Häufig: Übelkeit (besonders zu Beginn), Verstopfung (fast immer!), Müdigkeit, Schwindel
  • Seltener: Atemdepression (bei Überdosierung!), Juckreiz, Harnverhalt
  • Langfristig: Toleranzentwicklung (höhere Dosen nötig), körperliche Abhängigkeit

Wichtig:

  • Opioide nur unter ärztlicher Aufsicht einnehmen
  • Nicht eigenmächtig die Dosis erhöhen
  • Verstopfung prophylaktisch behandeln (Laxantien)
  • Bei Tumorschmerzen: Angst vor Sucht unbegründet! Schmerzfreiheit hat Priorität
  • Opioide sind KEINE Dauerlösung bei chronischen nicht-Tumorschmerzen (z.B. Rückenschmerzen) – multimodale Therapie besser!

PCA-Pumpe – Selbstgesteuerte Schmerztherapie

PCA steht für „Patient Controlled Analgesia“ – patientenkontrollierte Schmerztherapie. Der Patient kann sich selbst Schmerzmittel verabreichen, wenn er Schmerzen hat.

Wie funktioniert’s?

  • Kleine Pumpe am Bett, verbunden mit venösem Zugang
  • Gefüllt mit Schmerzmittel (meist Opioid wie Morphin oder Piritramid)
  • Patient drückt Knopf → Pumpe gibt festgelegte Dosis ab
  • Sperrintervall: Z.B. 10 Minuten – in dieser Zeit ist keine weitere Gabe möglich (Schutz vor Überdosierung)
  • Maximaldosis pro Stunde: Programmiert, kann nicht überschritten werden

Vorteile:

  • Patient ist nicht abhängig vom Pflegepersonal
  • Sofortige Schmerzlinderung bei Bedarf
  • Individueller Schmerzmittelbedarf wird berücksichtigt
  • Weniger Schmerzspitzen
  • Patient fühlt sich „in Kontrolle“

Nachteile:

  • Erfordert kognitive Fähigkeit (bei Verwirrung nicht geeignet)
  • Opioide-Nebenwirkungen (Übelkeit, Müdigkeit)
  • Invasiv (braucht venösen Zugang)

Einsatz: Besonders nach großen Operationen (Bauch, Orthopädie), wenn orale Schmerztherapie nicht ausreicht.

Neuropathische Schmerzen – Wenn Nerven schmerzen

Neuropathische Schmerzen entstehen durch Schädigung oder Fehlfunktion des Nervensystems selbst. Sie fühlen sich anders an als „normale“ Schmerzen und sprechen oft schlecht auf übliche Schmerzmittel an.

Ursachen:

  • Periphere Nervenschädigung: Diabetes (Polyneuropathie), Gürtelrose (Post-Zoster-Neuralgie), Nervenverletzungen
  • Zentrale Nervenschädigung: Nach Schlaganfall, bei Multipler Sklerose, Rückenmarksverletzung
  • Nervenkompression: Bandscheibenvorfall, Karpaltunnelsyndrom
  • Phantomschmerz: Nach Amputation

Typische Symptome:

  • Brennende, stechende, einschießende Schmerzen
  • Kribbeln, Ameisenlaufen
  • Taubheitsgefühl (paradoxerweise oft zusammen mit Schmerzen)
  • Allodynie: Schmerzen bei normalerweise nicht schmerzhaften Reizen (z.B. Berührung, Kleidung auf der Haut)
  • Hyperalgesie: Überempfindlichkeit auf Schmerzreize

Behandlung:

  • Koanalgetika: Antikonvulsiva (Gabapentin, Pregabalin), Antidepressiva (Amitriptylin, Duloxetin)
  • Topische Therapie: Capsaicin-Pflaster, Lidocain-Pflaster
  • Opioide: Nur bei schweren Fällen, oft wenig wirksam
  • Interventionelle Verfahren: Nervenblockaden, Rückenmarkstimulation (SCS)
  • Physiotherapie, Ergotherapie

Chronische Rückenschmerzen – Volkskrankheit Nr. 1

Rückenschmerzen sind der häufigste Grund für chronische Schmerzen in Deutschland. 80% der Menschen haben mindestens einmal im Leben Rückenschmerzen, bei 20% werden sie chronisch.

Ursachen:

  • Spezifisch (selten, <15%): Bandscheibenvorfall, Spinalkanalstenose, Wirbelgleiten, Arthrose der Facettengelenke, Osteoporose-Frakturen, Tumor, Entzündung
  • Unspezifisch (häufig, >85%): Muskelverspannungen, Fehlhaltung, Überlastung, psychosoziale Faktoren (Stress, Depression, Arbeitsunzufriedenheit)

Warnsignale („Red Flags“) – sofort zum Arzt:

  • Lähmungen, Taubheitsgefühl in Beinen
  • Kontrollverlust über Blase/Darm
  • Fieber, starker Gewichtsverlust, Nachtschweiß
  • Schmerzen nach Trauma/Unfall
  • Bekannte Tumorerkrankung

Behandlung (multimodal!):

  • Bewegung ist das A und O! Bettruhe ist kontraproduktiv
  • Medikamente: Nicht-Opioide (Ibuprofen, Diclofenac), bei Bedarf kurzzeitig Opioide, Muskelrelaxantien
  • Physiotherapie: Kräftigung, Mobilisation, manuelle Therapie
  • Verhaltenstherapie: Schmerzverarbeitung, Stressbewältigung
  • Interventionelle Therapie: Infiltrationen (Facettengelenke, Wurzeln), Denervation
  • OP: Nur bei klarer Indikation (Bandscheibenvorfall mit Lähmung, schwere Spinalkanalstenose)

Prävention: Rückengerechtes Arbeiten, regelmäßige Bewegung, Gewichtskontrolle, Stressreduktion

Multimodale Schmerztherapie – Ganzheitlicher Ansatz bei chronischen Schmerzen

Was ist multimodal?

„Multimodal“ bedeutet mehrere Behandlungsansätze gleichzeitig. Chronische Schmerzen haben viele Dimensionen – körperlich, psychisch, sozial. Deshalb braucht es mehr als nur Tabletten!

Komponenten:

  • Medikamente (Analgetika)
  • Physiotherapie (Bewegung, Kräftigung)
  • Psychotherapie (Schmerzverarbeitung, Entspannung)
  • Ergotherapie (Alltagsbewältigung)
  • Sozialberatung (berufliche Wiedereingliederung)

Medikamentöse Therapie

Bei chronischen Schmerzen: Nicht nur „bei Bedarf“, sondern nach festem Schema (around the clock).

  • Basismedikation: Regelmäßige Einnahme (z.B. retardiertes Opioid 2x täglich)
  • Bedarfsmedikation: Für Schmerzspitzen
  • Koanalgetika: Bei neuropathischen Schmerzen (Gabapentin, Pregabalin, Amitriptylin)
  • Muskelrelaxantien: Bei Verspannungen

Wichtig: Regelmäßige Anpassung, Vermeidung von Übermedikation

Physiotherapie & Bewegung

Bewegung ist die beste Medizin bei chronischen Schmerzen – auch wenn es zunächst wehtut!

  • Aktivierende Therapie: Nicht schonen, sondern belasten (dosiert!)
  • Kräftigung: Rumpfstabilität, Muskelaufbau
  • Ausdauertraining: Schwimmen, Radfahren, Walking
  • Manuelle Therapie: Mobilisation, Dehnung
  • TENS: Transkutane elektrische Nervenstimulation

Ziel: Funktionsverbesserung, Selbstwirksamkeit, Schmerzreduktion

Psychotherapie

Chronischer Schmerz ist nicht „nur im Kopf“ – aber der Kopf spielt eine wichtige Rolle!

  • Schmerzverarbeitung: Gedanken, Gefühle, Verhalten bei Schmerz
  • Stressbewältigung: Entspannungsverfahren (PMR, Autogenes Training)
  • Achtsamkeit: Akzeptanz statt Kampf gegen den Schmerz
  • Kognitive Verhaltenstherapie: Negative Schmerz-Gedanken verändern
  • Biofeedback: Körpersignale wahrnehmen und steuern

Palliative Schmerztherapie – Würdevolle Begleitung am Lebensende

Was ist Palliativmedizin?

Palliativmedizin ist die Betreuung von Menschen mit unheilbaren, fortgeschrittenen Erkrankungen. Ziel ist nicht Heilung, sondern bestmögliche Lebensqualität – Schmerzfreiheit, Symptomkontrolle, Würde.

Grundsätze:

  • Das Leben weder verkürzen noch künstlich verlängern
  • Schmerzen und belastende Symptome lindern
  • Psychische, soziale und spirituelle Unterstützung
  • Einbeziehung von Angehörigen
  • Selbstbestimmung des Patienten respektieren

Wann Palliativmedizin? Bei unheilbaren Krebserkrankungen, aber auch bei schwerer Herzinsuffizienz, COPD, ALS, Demenz – wenn Lebenserwartung begrenzt ist.

Tumorschmerztherapie

Bei Tumorpatienten im fortgeschrittenen Stadium haben 70-90% Schmerzen. Diese müssen und können effektiv behandelt werden!

WHO-Stufenschema konsequent anwenden:

  • Stufe 1: Nicht-Opioide bei leichten Schmerzen
  • Stufe 2: Schwache Opioide bei mittleren Schmerzen
  • Stufe 3: Starke Opioide bei starken Schmerzen – KEINE Angst vor Morphin!

Regelmäßige Einnahme: „By the clock“ – nicht „bei Bedarf“

Ausreichende Dosierung: Keine Maximaldosis für Opioide bei Tumorschmerzen! Dosis wird gesteigert, bis Schmerzfreiheit erreicht ist

Bedarfsmedikation: Zusätzlich schnellwirksames Opioid für Schmerzspitzen

Weitere Symptome behandeln

Palliativpatienten leiden nicht nur unter Schmerzen:

  • Übelkeit/Erbrechen: Antiemetika (MCP, Ondansetron), Kortison
  • Atemnot: Morphin (!) – wirkt atemerleichternd, Sauerstoff
  • Angst, Unruhe: Benzodiazepine (Lorazepam, Midazolam)
  • Verstopfung: Laxantien (bei Opioiden IMMER!)
  • Müdigkeit: Kortison kann Energie geben
  • Appetitlosigkeit: Kleine Portionen, was schmeckt, nicht zwingen

Wichtig: Offene Kommunikation über Wünsche, Ängste, Sterben

FAQ: Häufige Fragen zur Schmerztherapie

Körperliche Abhängigkeit ja, Sucht nein (bei korrekter Anwendung). Unterschied: Bei körperlicher Abhängigkeit treten Entzugssymptome auf, wenn man das Medikament absetzt (deshalb: langsam ausschleichen!). Sucht bedeutet: zwanghaftes Verlangen, Kontrollverlust, Beschaffung des Mittels um jeden Preis. Bei Schmerzpatienten, die Opioide gegen Schmerzen einnehmen, entwickelt sich praktisch nie eine Sucht. Die Angst vor Sucht darf nicht dazu führen, dass Patienten unnötig leiden! Bei Tumorschmerzen: Schmerzfreiheit hat absolute Priorität.

Von Nicht-Opioiden (Ibuprofen, Diclofenac, Paracetamol) nicht. Bei Opioiden entwickelt sich eine körperliche Abhängigkeit (siehe oben), aber bei medizinisch korrekter Anwendung keine Sucht. Problematisch sind Schmerzmittel-Kombinationen mit Koffein (z.B. viele Kopfschmerzmittel) – bei Dauergebrauch kann ein Medikamenten-übergebrauchs-Kopfschmerz entstehen. Faustregel: Schmerzmittel nicht öfter als 10 Tage pro Monat einnehmen!

Weil neuropathische Schmerzen einen anderen Mechanismus haben als „normale“ Schmerzen. Klassische Schmerzmittel (Ibuprofen, Diclofenac, sogar Opioide) wirken vor allem bei Entzündungsschmerzen und Gewebeschäden. Bei Nervenschmerzen sind die Nervenbahnen selbst das Problem – sie „feuern“ unkontrolliert. Deshalb braucht man Koanalgetika (Antikonvulsiva wie Gabapentin, Pregabalin; Antidepressiva wie Amitriptylin), die die Nervenerregbarkeit dämpfen. Die Wirkung setzt oft erst nach 1-2 Wochen ein – Geduld!

Sehr viel! Chronische Schmerzen erfordern aktive Mitarbeit:

  • Bewegung: Das wichtigste! Auch wenn es zunächst wehtut – dosiert belasten, nicht schonen
  • Entspannung: Progressive Muskelrelaxation, Yoga, Meditation
  • Schlafhygiene: Regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus
  • Stressreduktion: Zeitmanagement, Nein-Sagen lernen
  • Gesunde Ernährung, Normalgewicht
  • Soziale Kontakte pflegen – nicht isolieren!
  • Schmerztagebuch führen: Wann sind Schmerzen besser/schlechter? Trigger erkennen
  • Akzeptanz: Schmerzen nicht bekämpfen, sondern damit leben lernen (Achtsamkeit)

Gehen Sie zur Schmerztherapie, wenn:

  • Schmerzen länger als 3 Monate bestehen (chronisch)
  • Schmerzen Ihre Lebensqualität stark beeinträchtigen (Schlaf, Arbeit, Hobbies)
  • Hausarzt/Orthopäde nicht mehr weiterhelfen kann
  • Sie viele verschiedene Schmerzmittel ohne ausreichende Wirkung einnehmen
  • Neuropathische Schmerzen (brennend, einschießend, trotz Heilung der Verletzung)
  • Tumorschmerzen
  • Komplexe Schmerzsyndrome (CRPS, Fibromyalgie)

Nicht zu lange warten! Je früher eine professionelle Schmerztherapie beginnt, desto besser die Chancen.

Ja! Multimodale Schmerztherapie ist eine Kassenleistung bei chronischen Schmerzen. Voraussetzung: Mindestens 3 Monate Schmerzen, erfolglose Vorbehandlungen, erhebliche Beeinträchtigung. Die Therapie erfolgt meist stationär oder teilstationär über 2-3 Wochen in spezialisierten Schmerzkliniken. Auch ambulante multimodale Programme werden zunehmend angeboten. Fragen Sie Ihren Arzt nach einer Überweisung zur Schmerztherapie!

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